Kinderfotos im Internet: Rechte, Schutz und rechtliche Hilfe

Kinderfotos im Internet

Kinder und Jugendliche bedürfen eines verstärkten Schutzes im digitalen Raum. Das Recht auf Vergessenwerden (Art. 17 DSGVO) und der Schutz der Privatsphäre beginnen bereits im Kindesalter. Dennoch werden täglich unzählige Aufnahmen von Minderjährigen ohne wirksame Einwilligung oder gegen den Willen eines Sorgeberechtigten verbreitet. Ob durch Dritte oder im Rahmen des sogenannten Sharenting, dem übermäßigen Teilen von Kinderfotos durch die eigenen Eltern, die rechtlichen Hürden für eine Veröffentlichung sind hoch. 

Rechtsanwalt Felix Müller von der Kanzlei Neue Kräme unterstützt Eltern und gesetzliche Vertreter dabei, die Bildrechte von Kindern nach § 22 KUG konsequent durchzusetzen und eine unkontrollierte Verbreitung im Netz zu stoppen. 

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Wer darf Fotos von Kindern veröffentlichen? Die rechtliche Lage 

Minderjährige können die Tragweite einer Veröffentlichung im Internet oft noch nicht selbst einschätzen. Daher gelten nach § 22 KUG besondere gesetzliche Regelungen für die Einwilligung bei Kinderfotos: 

  • Einwilligung der Sorgeberechtigten: Bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres entscheiden grundsätzlich die Eltern über die Veröffentlichung von Fotos. Bei gemeinsamem Sorgerecht müssen beide Elternteile zustimmen. Fehlt die Zustimmung eines Elternteils, ist die Veröffentlichung rechtswidrig. 
  • Veto-Recht des Kindes: Ab einer gewissen Einsichtsfähigkeit (meist ab 14 Jahren) hat das Kind ein eigenes Mitspracherecht. Eine Veröffentlichung gegen den ausdrücklichen Willen des Jugendlichen ist in der Regel unzulässig, selbst wenn die Eltern zustimmen würden. 
  • Kindeswohl und Persönlichkeitsrecht: Das allgemeine Persönlichkeitsrecht des Kindes wiegt schwerer als das Mitteilungsbedürfnis Dritter oder das Selbstdarstellungsinteresse der Eltern. Aufnahmen, die das Kind in peinlichen, intimen oder entblößenden Situationen zeigen, verletzen das Kindeswohl massiv. 

Sharenting und unbefugte Drittverbreitung: Wann wir eingreifen

Wir werden in verschiedenen Konstellationen für den Schutz von Minderjährigen im Netz tätig: 

  1. Konflikte zwischen Sorgeberechtigten: Wenn ein Elternteil ohne Absprache Kinderfotos auf öffentlichen Profilen teilt, setzen wir die Unterlassung dieser Praxis gerichtlich durch. 
  2. Unbefugte Verbreitung durch Dritte: Wir gehen gegen Kitas, Schulen, Vereine oder Privatpersonen vor, die Fotos von Kindern ohne die erforderliche schriftliche Einwilligung der Eltern veröffentlichen. 
  3. Löschung auf Social-Media-Plattformen: Wir erwirken die Entfernung von Kinderfotos bei Instagram, Facebook oder TikTok, wenn diese die Privatsphäre des Kindes verletzen oder die Sicherheit gefährden, etwa durch Preisgabe des Wohnorts oder der Schule. 

Ihr Experte:

Rechtsanwalt Felix Müller
Rechtsanwalt Felix Müller in Frankfurt am Main

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Tätigkeitsfelder:

  • Presse- und Äußerungsrecht
  • Markenrecht
  • Urheberrecht
  • Wettbewerbsrecht
  • Gewerblicher Rechtsschutz

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Strategisches Vorgehen zum Schutz der Privatsphäre von Kindern

Der Schutz von Kinderfotos im Internet erfordert juristisch konsequentes Handeln. Wir setzen dabei auf bewährte Instrumente des Presse- und Äußerungsrechts: 

  • Abmahnung und Unterlassungsverpflichtung: Wir fordern die Verantwortlichen auf, die Bilder sofort zu entfernen und sich rechtlich zu verpflichten, künftig keine weiteren Aufnahmen ohne Einwilligung zu verbreiten. 
  • Einstweilige Verfügung: Da das Internet kein Vergessen kennt, nutzen wir den Eilrechtsschutz, um die Sichtbarkeit von Kinderfotos binnen weniger Tage zu unterbinden.

Warum juristische Hilfe beim Schutz von Kinderfotos entscheidend ist 

Streitigkeiten über Kinderfotos im Internet führen oft zu emotionalen Konflikten zwischen Eltern, Schulen oder Dritten. Rechtsanwalt Felix Müller bietet die notwendige sachliche Distanz und juristische Expertise, um die Persönlichkeitsrechte des Kindes objektiv und wirksam durchzusetzen. Wir sorgen dafür, dass die digitale Identität Ihres Kindes geschützt bleibt und peinliche oder gefährliche Aufnahmen nicht den späteren Lebensweg belasten.

Wichtiger Hinweis für Eltern: Beweise sichern 

Einmal veröffentlichte Bilder können durch Dritte gespeichert und in völlig fremde, oft gefährliche Kontexte gesetzt werden. Erstellen Sie sofort einen Screenshot inklusive URL und Accountname, bevor Sie eine Löschung beantragen. Schützen Sie die Privatsphäre Ihres Kindes von Anfang an – wir helfen Ihnen dabei, bestehende Verstöße nach § 22 KUG rechtlich zu bereinigen. 

Hohe Erfolgsaussichten

Wenn Sie einen Rechtsanwalt zu diesem Thema suchen, sollten Sie uns kontaktieren. Durch unsere Spezialisierung und langjährige Erfahrung können wir Sie optimal beraten. Ganz gleich ob außergerichtlich oder gerichtlich. Wir stehen an Ihrer Seite und unterstützen Sie effektiv!

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FAQ 

Grundsätzlich dürfen Bilder nur mit Einwilligung der abgebildeten Person veröffentlicht werden (§ 22 KUG). Ausnahmen gelten nach § 23 KUG, etwa bei Personen der Zeitgeschichte oder bei Bildern von Versammlungen.

In diesem Fall liegt regelmäßig eine Verletzung des Rechts am eigenen Bild vor. Sie können insbesondere die Löschung der Bilder, einen Unterlassungsanspruch sowie ggf. Schadensersatz geltend machen.

Ja. Auch auf Plattformen wie Facebook, Instagram oder TikTok dürfen Bilder grundsätzlich nicht ohne Einwilligung veröffentlicht werden.

Betroffene können unter anderem Unterlassung, Auskunft, Aufwendungsersatz und Geldentschädigung verlangen. Welche Ansprüche im Einzelfall bestehen, hängt von den konkreten Umständen ab.

Die Höhe der Geldentschädigung hängt insbesondere von der Schwere der Verletzung, der Reichweite der Veröffentlichung und den Umständen des Einzelfalls ab.

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Zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. Als Anwalt für Persönlichkeitsrecht prüfen wir Ihren Fall frühzeitig und setzen die Bildrechte Ihres Kindes bestmöglich durch. Vereinbaren Sie jetzt Ihre unverbindliche Erstberatung – gemeinsam klären wir, wie wir Ihre Rechte effektiv und durchsetzungsstark vertreten.

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